Gedichte 2026
Adam - Gedicht von Paul Höcker
Als Moses stieg den Berg hinan
sprach ihn direkt der Herrgott an:
Bleib stehen, auf der Stelle hier
Ich sage 10 Gebote Dir
Die musst befolgen Du sogleich
Sonst kommst du nicht ins Himmelsreich.
Du sollst alleine mich verehren
und nicht des Nächsten Weib begehren!
Verzeihe warf da Moses ein
Muss ich oder soll es sein?
Denn wenn du meinst, dass ich es solle
steht es mir frei, ob ich es wolle
deshalb ich gern genau es wisse
ob ich es solle oder müsse.
Wenn du verlangst es müsse ich
dann sehe ich mich gezwungen mich
zu tun es, koste was es wolle
doch wenn es heißt, dass ich es solle
dann ist es mir doch freigestellt
ich kann es, wenn es mir gefällt.
Der Herrgott damit konfrontiert
war dadurch etwas irritiert
und ließ, wie er gewohnt war, eben
im Ungewissen alles schweben.
Daher wir immer noch nicht wissen
ob wir nun sollen oder müssen
wenn etwas die EU vorschreibt
für uns es zu entscheiden bleibt,
was Nerven kostet und Geduld
ob es ein must ist oder should.
Ob schon ein should uns fest verpflichtet,
dass man sich nach den Regeln richtet.
Oder ist ein MUST vonnöten,
um uns von hinten fest zu treten,
damit wir bindend uns verpflichten,
sie SoHo Standards einzurichten.
Und selbst Thomas, sonst genau,
wird aus der SoHo nicht schlau.
Daher bis jetzt wir eins nur wissen
Dass eigentlich wir sollen müssen.
Und weil schon der Termin feststeht
Für uns es irgendwie schon geht.
So wie von tausende von Jahren
Die 10 Gebote bindend waren.